Was solltest du essen, um die Einnistung zu unterstützen?   

Die Ernährungsgeheimnisse der fruchtbaren Phase

Das Wunder der Empfängnis endet nicht mit dem Eisprung. Der wirklich sensible und entscheidende Prozess folgt erst danach: die Einnistung (Implantation).

Dies ist der Zeitraum, in dem die befruchtete Eizelle versucht, sich mit der Gebärmutterschleimhaut zu verbinden und ihre ersten Lebenstage zu beginnen. Bei einigen Frauen geschieht dies mühelos – bei anderen bricht der Prozess immer wieder ab, noch bevor ein positiver Test überhaupt eine Chance hätte.

Obwohl die Einnistung von vielen Faktoren beeinflusst wird (hormonell, immunologisch, physisch), spielt auch die Ernährung eine Rolle. 

Mehr noch: Durch die richtige Ernährung kannst du viel dafür tun.

In diesem Beitrag zeige ich dir:
– wann die Phase der Einnistung stattfindet,
– was in dieser Zeit in deinem Körper passiert,
– und welche Lebensmittel sowie Nährstoffe diesen Prozess unterstützen können.


📅 Wann findet die Einnistung statt?

Etwa 6 bis 10 Tage nach dem Eisprung, in der Lutealphase (der zweiten Zyklushälfte). Wenn du es auf natürlichem Weg versuchst, ist dieser Zeitraum von ca. 7–10 Tagen entscheidend. Bei einer Kinderwunschbehandlung mit Embryotransfer sind die ersten 4 bis 7 Tage nach dem Transfer besonders sensibel.

🤰 Was passiert in dieser Zeit in deinem Körper?

✓ Die Gebärmutterschleimhaut muss ausreichend dick, elastisch und nährstoffreich sein
✓ Das Hormon Progesteron hilft dabei, den "empfängnisbereiten" Zustand zu schaffen
✓ Die Immunantwort des Körpers wird fein reguliert (damit der Embryo nicht abgestoßen wird)
✓ Für die Zellteilung ist eine kontinuierliche Energie- und Nährstoffzufuhr erforderlich


🥗 Was solltest du essen, um die Einnistung zu unterstützen? – 5 Ernährungsprinzipien

1. Progesteron-unterstützende Lebensmittel

Dieses Hormon ist der Schlüssel für die Einnistung. Lebensmittel enthalten von Natur aus kein Progesteron, aber sie können dessen Produktion fördern.

Hilfreiche Nährstoffe: Vitamin B6 (Kichererbsen, Eier), Magnesium (Avocado, Mandeln), Vitamin E (Sonnenblumenkerne, Spinat), Zink (Kürbiskerne).

2. Eisenreiche Lebensmittel

Die Sauerstoffversorgung der Gebärmutterschleimhaut ist wichtig – Eisen unterstützt die Durchblutung und ein gesundes Blutbild.

Quellen: rotes Fleisch, Rote-Bete-Saft, Linsen, Spinat, Trockenpflaumen.


3. Omega-3-Fettsäuren – für Entzündungshemmung und Zellschutz

Die Fettsäuren vom Typ EPA und DHA unterstützen die Elastizität der Zellmembranen, die Hormonproduktion und können entzündliche Prozesse reduzieren.

Quellen: Lachs, Makrele, Chiasamen, Leinsamen, Walnüsse


4. Antioxidantien – Zellschutz und Immunmodulation

Antioxidantien (z. B. Vitamin C und E, Selen) schützen die befruchtete Eizelle und können eine günstige Immunantwort fördern.

Quellen: Beerenfrüchte, Zitrusfrüchte, dunkle Schokolade, grüner Tee


5. Kollagen und Aminosäuren – zur Regeneration des Gewebes

Sie helfen dabei, die Struktur der Gebärmutterschleimhaut aufrechtzuerhalten.

Quellen: Fleischbrühe, Knochenbrühe, Gelatine, Eier, Fisch.

🚫 Was solltest du während der Einnistungsphase vermeiden?

✘ zu viel Koffein
✘ Alkohol
✘ entzündungsfördernde Lebensmittel (Zucker, raffinierte Kohlenhydrate, Transfette)
✘ extremes Training
✘ Stress – minimiere ihn, wo immer es möglich ist


💡 Tipp: Die Einnistung geschieht nicht durch Zwang – sondern im Gleichgewicht

Dieser Zeitraum ist besonders sensibel. Jetzt ist nicht der richtige Moment, um mit einer neuen Diät oder einer Entgiftung (Detox) zu beginnen. Vielmehr sind Ruhe, innere Stabilität und sanfte Nährung gefragt – sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene.

Beginne nach Möglichkeit jetzt keine neue Sportart, aber dein bisheriges Training kannst du mit moderater Intensität ruhig weiterführen! Man muss es auch nicht überdenken: Bewegung fördert schließlich die Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut.

Bitte versuche nicht dadurch "zu helfen", dass du den ganzen Tag auf dem Sofa liegst und Informationen auf deinem Handy scrollst.

Dein Körper arbeitet bereits. Arbeite mit ihm, nicht gegen ihn.


Bleib nicht allein! 

Du musst dich nicht perfekt ernähren. Es gibt nicht die "eine" richtige Ernährung. Aber dein Körper reagiert jeden Tag auf das, was du ihm zuführst. Wenn du dir ein Baby wünschst, betrachte die Ernährung als eine liebevolle Vorbereitung.

Veränderungen sind nicht immer leicht – aber du bist nicht allein. Wenn du Hilfe bei der Gestaltung einer hormonfreundlichen Ernährung benötigst, wende dich vertrauensvoll an mich.

Wende dich vertrauensvoll an mich – ich bin Edit Milisits, praktizierende Gluteninsensitive, glückliche Mutter nach erfolgreicher IVF und bewusste Genießerin. Als Ernährungsberaterin helfe ich dir, die Wurzel deiner Probleme zu finden und gemeinsam eine Lösung für dich zu erarbeiten.