Auf natürlichem Weg oder durch IVF?
Betrachten wir es aus Sicht der Ernährung!

Dein Hormonsystem braucht die gleichen Lebensmittel!
Du wünschst dir ein Baby – vielleicht versucht ihr es schon seit Monaten oder bereitet euch gerade auf eine IVF-Behandlung vor. Auch wenn der Weg unterschiedlich sein mag, der Ausgangspunkt ist derselbe: die Vorbereitung deines Körpers. Dein Hormonsystem "weiß" nicht, ob du es gerade auf natürlichem Weg oder durch assistierte Reproduktion versuchst. Auf Zellebene werden die gleichen Nährstoffe, die gleiche Balance und die gleiche Unterstützung benötigt. In diesem Beitrag zeige ich dir, warum die richtige Ernährung entscheidend ist – unabhängig davon, welchen Weg du gehst – und wie du deinem Körper bewusst helfen kannst, empfängnisbereit für ein neues Leben zu sein.
Falls du hierher geklickt hast, weil du nicht genau weißt, was eine IVF-Behandlung bedeutet, scrolle bitte nach unten.
🧬 Dein Hormonsystem unterscheidet nicht – Ernährung zählt für jeden
Dein Zyklus, dein Eisprung, die Einnistung und die Hormonproduktion sind gleichermaßen nährstoffsensible Prozesse. Verarbeitete Lebensmittel, Blutzuckerschwankungen oder chronische Entzündungen stellen für Frauen, die es natürlich versuchen, ebenso ein Hindernis dar wie für Frauen im IVF-Prozess.
Die gute Nachricht: Dieselben Ernährungsumstellungen können jedem helfen – nicht nur bei einer erfolgreichen Empfängnis, sondern auch dabei, dass du dich in deinem eigenen Körper wohler fühlst. Du kannst also nur gewinnen!
🕒 Warum ist eine 3-monatige Vorbereitungszeit so wichtig?
Eine Eizelle braucht etwa drei Monate, um heranzureifen – das heißt, was du heute isst, kann die Qualität der Eizelle beeinflussen, die in drei Monaten an der Reihe ist. Dasselbe gilt für deinen Hormonspiegel, den Zustand der Gebärmutterschleimhaut und die Funktion deines Immunsystems.
Diese drei Monate sind wertvolle Zeit: Du hast die Chance, deinen Körper zu unterstützen – noch bevor eine Einpflanzung oder ein Versuch stattfindet. Bei ernsteren Problemen muss mit mehr Zeit gerechnet werden. Den Organismus wiederherzustellen ist leider schwieriger, als ihn kontinuierlich gut zu versorgen.

⚖️ Eine IVF-Behandlung bedeutet eine größere Belastung für deinen Organismus
Hormonbehandlungen, Injektionen, die Stimulation der Follikelreifung, Narkose und der Embryotransfer sind körperlich und – was besonders wichtig ist – auch seelisch eine enorme Beanspruchung. Viele Frauen fühlen sich in dieser Zeit müder, aufgeblähter und unberechenbarer – und das nicht ohne Grund!
Gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass dein Körper auf einem stabilen Fundament steht. Ein gut vorbereiteter Organismus verkraftet die Behandlung besser, regeneriert sich schneller und nimmt den Embryo mit einer höheren Wahrscheinlichkeit an.
✅ Was unterstützt eine hormonfreundliche Ernährung – egal ob auf natürlichem Weg oder bei IVF?
✓ einen regelmäßigen, vorhersehbaren Zyklus
✓ einen ordnungsgemäßen Eisprung
✓ die Unterstützung der Progesteronbildung
✓ ein gesundes Endometrium (Gebärmutterschleimhaut)
✓ die Förderung der Einnistung
✓ die Reduzierung von Entzündungen
✓ einen stabilen Blutzuckerspiegel – Vorbeugung von Insulinresistenz
🥗 Schlüsselnährstoffe, die in der Ernährung jeder Frau mit Kinderwunsch wichtig sind:
- Folsäure/Folat – Zellteilung und fetale Entwicklung
- Vitamin D – hormonelles Gleichgewicht
- Omega-3 – Entzündungshemmung, Gesundheit der Zellmembranen
- Magnesium – Stressbewältigung und Muskelfunktion
- Zink und Selen – Eisprung, Progesteron, antioxidativer Schutz
- Eisen – ausreichende Durchblutung der Gebärmutter, Sauerstofftransport. Dies sollte primär über die Ernährung aufgenommen werden! Es ist sehr wichtig, dass du nicht ohne ärztliche Anweisung mit der Einnahme von rezeptfreien Eisenpräparaten beginnst.
🚫 Was dir die Sache erschweren kann:
- weißer Zucker und raffinierte Kohlenhydrate (Blutzuckerschwankungen)
- Transfette (hormonelle Dysregulation)
- chronischer Stress (Anstieg des Cortisolspiegels)
- Schlafmangel (falls du sehr gestresst bist, suche einen Phytotherapeuten oder einen Berater auf, der sich mit Nahrungsergänzungsmitteln auskennt; auch ein Heilpraktiker kann eine gute Idee sein)
- nährstoffarme, hochverarbeitete Lebensmittel helfen ebenfalls nicht
💬 Glaube nicht, dass Ernährung nur zählt, wenn du es auf natürlichem Weg versuchst!
Eine künstliche Befruchtung kann nicht durch eine "Wunderdiät" ersetzt werden – aber du gibst dir selbst eine viel größere Chance, wenn dein Körper während der Behandlung in einem optimalen Zustand ist. Dies ist keine zusätzliche Last – es ist eine Möglichkeit, ein Stück Kontrolle über etwas zurückzugewinnen, das in deiner Hand liegt.
💡 Tipp zum Schluss:
Du musst dich nicht perfekt ernähren. Du musst kein "Bio-Guru" werden. Aber du triffst jeden Tag mindestens 3–4 Entscheidungen darüber, was du deinem Körper zuführst. Und diese Entscheidungen zählen – langfristig und genau jetzt.

🔬 Kurz über den IVF-Prozess – und eine wichtige Frage, die du dir stellen solltest
Viele Frauen realisieren erst, wie komplex der Prozess der künstlichen Befruchtung (IVF) ist, wenn sie bereits mitten drinstecken. Dabei ist es wichtig, im Vorfeld zu sehen, aus welchen Schritten er besteht und welche physische sowie psychische Belastung er bedeuten kann. Kurz gefasst sieht es so aus:
1. Vorbereitung und Hormonbehandlung
Zu Beginn des Zyklus werden die Eierstöcke mit Hormonspritzen stimuliert, damit nicht nur eine einzelne Eizelle reift, sondern mehrere. Dies bedeutet eine erhöhte Hormonbelastung, die mit Blähungen, Stimmungsschwankungen und Müdigkeit einhergehen kann.
2. Überwachung der Follikelreifung
Mittels Ultraschall wird überwacht, wie die Follikel wachsen und wann der ideale Zeitpunkt für die Entnahme ist. Dies erfordert regelmäßige Arzttermine, oft alle 2–3 Tage.
3. Eizellentnahme (Punktion)
Diese wird unter einer kurzen Vollnarkose durchgeführt. Körperlich ist es kein langer Prozess, aber viele reagieren sensibel darauf, weshalb die Regeneration danach wichtig ist.
4. Befruchtung und Embryonalentwicklung
Dies geschieht im Labor. Hier entscheidet sich, wie viele Embryonen sich entwickeln und in welcher Qualität.
5. Embryotransfer (transfer)
Für die meisten Frauen ist dieser Schritt körperlich einfach, aber emotional der sensibelste Punkt – denn hier beginnt die Zeit des Wartens, eine Mischung aus Unsicherheit, Hoffnung und Angst.
6. Die zwei Wochen Wartezeit
Die Auswirkungen der Hormonbehandlungen, die Ungewissheit und die gesteigerte Aufmerksamkeit für jedes kleinste Symptom sind emotional sehr belastend. Viele unterschätzen dies im Vorfeld. Ich bin der Meinung, dass wir hier von einer der schwierigsten zwei Wochen im Leben einer Frau sprechen.
💛 Bevor du beginnst, stelle dir selbst die wichtigste Frage
IVF ist eine wunderbare Möglichkeit – viele Familien verdanken ihr ihr Kind. Aber gleichzeitig ist es ein körperlich, emotional und mental anstrengender Prozess, der über mehrere Monate andauern und sehr schwankende Gefühle mit sich bringen kann.
Deshalb lohnt es sich, ehrlich darüber nachzudenken:
Bin ich fähig, diesen Prozess jetzt durchzuziehen?
Habe ich dafür die entsprechenden körperlichen, seelischen und lebenssituativen Ressourcen?
Traue ich mich, damit zu beginnen, im Wissen, dass es gleichzeitig hoffnungsvoll und kämpferisch sein wird?
Und einer der wichtigsten Punkte: Ist meine Partnerschaft stark genug?
Es gibt keine richtige oder falsche Antwort.
Aber es ist wichtig, dass du nicht einfach hineinrutschst. Halte einen Moment inne und wäge ab, was dir jetzt dient – deinem Körper, deiner Seele, deiner Partnerschaft, deiner Zeit und deinen Nerven.
Wenn du dich entscheidest, es zu wagen, wisse: Du kannst eine Menge tun, damit dein Körper besser vorbereitet ist. Ich habe diesen Blogbeitrag geschrieben, um dich genau dabei zu unterstützen.
Wenn du möchtest, helfe ich dir bei einem Ernährungs- und Lebensstilplan, der dich durch diesen Prozess begleitet – egal, ob du es auf natürlichem Weg versuchst oder vor einer IVF-Behandlung stehst.
Bleib nich allein!
Du musst dich nicht perfekt ernähren. Es gibt nicht die "eine" richtige Ernährung. Aber dein Körper reagiert jeden Tag auf das, was du ihm zuführst. Wenn du dir ein Baby wünschst, betrachte das Essen als eine liebevolle Vorbereitung.
Veränderungen sind nicht immer leicht – aber du bist nicht allein. Wenn du Hilfe bei der Gestaltung einer hormonfreundlichen Ernährung benötigst, wende dich vertrauensvoll an mich.
Wende dich vertrauensvoll an mich – ich bin Edit Milisits, praktizierende Gluteninsensitive, glückliche Mutter nach erfolgreicher IVF und bewusste Genießerin. Als Ernährungsberaterin helfe ich dir, die Wurzel deiner Probleme zu finden und gemeinsam eine Lösung für dich zu erarbeiten.
- Folge mir auf meinen Social-Media-Kanälen: facebook instagram
- Buche eine persönliche Beratung.
- Lies meine E-Books.
- Schau dir meine weiteren Dienstleistungen an.
