Einen glutenfreien Lebenstill aufbauen
- du weiß jetzt, was du nicht essen darfst, aber wie sollst du nun leben???
Die ersten großen Schritte hast du bereits geschafft: Du kennst den Unterschied zwischen Zöliakie und Glutenunverträglichkeit, du hast gelernt, welche Zutaten zu meiden sind und was gute Alternativen sind. Vielleicht hast du schon deine erste glutenfreie Einkaufsliste erstellt und einige neue Rezepte entdeckt. Das allein ist schon ein riesiger Erfolg! Jetzt kommt der wirklich spannende Teil: Wie wird daraus ein Lebensstil und nicht nur eine Diät?
1. Ernährung, die kein Zwang ist, sondern Selbsterkenntnis
Viele haben am Anfang das Gefühl, dass die glutenfreie Ernährung nur aus Verboten besteht. Aber mit der Zeit – wenn du es richtig angehst – kommst du dir selbst eigentlich viel näher. Du beobachtest, nach welchen Speisen du energiegeladen bist, wann deine Verdauung besser ist und wie sich deine Haut und deine Stimmung verändern. Fang an, ein Tagebuch zu führen – nicht zum Kalorienzählen, sondern für Gefühle und Wirkungen. Das hilft dir dabei, keine Standard-Diät zu befolgen, sondern dich auf deinen eigenen Körper einzustimmen.
2. Regelmäßigkeit, aber keine Verbissenheit
Dein neuer Lebensstil ist kein ständiges Kontrollprogramm – sondern eher ein entspannter, aber bewusster Rhythmus. Wenn du einige bewährte Frühstücke, Mittagessen und Snacks hast, hilft das enorm bei den täglichen Entscheidungen. Planung bedeutet Freiheit. So wirst du nicht von Situationen überrascht und musst nicht hungrig nach "irgendetwas Glutenfreiem" suchen. Gleichzeitig solltest du dich nicht in jedes Detail verbeißt. Ein gelegentlicher Fehler ist keine Tragödie – sondern eine Lernchance.
3. Sozialleben funktioniert auch ohne Gluten
Ja, es ist möglich, glutenfrei Pizza essen zu gehen, auf Geburtstage zu gehen, zu daten oder in den Urlaub zu fahren – nur eben anders. Vorausplanen, nachfragen, etwas mitbringen – das sind kleine Tricks, mit denen du Unannehmlichkeiten vermeidest. Und vergiss nicht: Du musst dich nicht rechtfertigen. Du bist kein "problematischer Gast", sondern ein bewusster Mensch, der auf sich achtet.
4. Glutenfrei bedeutet nicht zwangsläufig = gesund
Dies ist ein wichtiger Punkt: Nur weil etwas ein "glutenfrei"-Label hat, heißt das noch lange nicht, dass es dir gut tut. Im Laden erhältliche GM-Kekse, Backwaren und Snacks sind oft voll mit Zucker, Zusatzstoffen oder leeren Kalorien. Das Ziel sollte nicht sein, die gleichen industriellen Produkte in der "glutenfreien Variante" zu essen, sondern hochwertige, nährstoffreiche Lebensmittel in deinen Alltag einzubauen.

Essen wirkt nicht nur auf physischer Ebene – ein glutenfreier Lebensstil bewegt dich auch emotional. Es kann sein, dass du Phasen der Trauer um dein ehemaliges Lieblingsgebäck erlebst. Vielleicht wirst du bei einem Abendessen im Restaurant frustriert sein. Aber das ist völlig okay. Eine Lebensstiländerung ist immer auch ein Stück weit eine Identitätsänderung. Es ist wichtig, jemanden zu haben, mit dem du darüber sprechen kannst – sei es ein Experte, eine Gemeinschaft oder ein guter Freund.
Fazit:
Ein glutenfreier Lebensstil ist nicht nur deine Diät, sondern der Aufbau deines eigenen Systems. Eine Lebensform, in der du mehr auf dich achtest, bewusstere Entscheidungen triffst und beginnst, dich besser zu fühlen – nicht nur körperlich, sondern auch mental. Es muss nicht perfekt sein – es reicht, wenn es echt ist.
Bleib mit deinen Symptomen nicht allein!
Wende dich vertrauensvoll an mich – ich bin Edit Milisits, praktizierende Glutenintolerante, stolze Mutter durch eine erfolgreiche künstliche Befruchtung (IVF) und bewusste Genießerin. Als Ernährungsberaterin helfe ich dir dabei, die Wurzel des Problems zu finden und gemeinsam eine Lösung für dich zu erarbeiten.
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