Autoimmunität, Entzündung, Ernährung
was sollte man essen, wenn man Hashimoto hat?
Hashimoto betrifft nicht nur die Schilddrüse: Es ist eine Autoimmunentzündung, die Auswirkungen auf die Funktion des gesamten Körpers hat. Was du isst, beeinflusst direkt, ob diese Entzündung verstärkt wird oder sich gerade beruhigt.
Die gute Nachricht?
Mit der richtigen Ernährung lässt sich das Wohlbefinden, das hormonelle Gleichgewicht, das Energieniveau und sogar die Laborwerte enorm verbessern. Du musst nicht in strengen Diäten denken: Viel wichtiger ist eine entzündungshemmende Sichtweise als Verbotslisten. Obwohl es auch diese geben wird! :)
In diesem Artikel gehen wir durch, welche Lebensmittel die Beruhigung der Autoimmunprozesse unterstützen und was man meiden sollte, wenn man Hashimoto hat. Dies sind allgemeine Informationen und ersetzen keine persönliche Beratung oder medizinische Empfehlungen, die du von mir oder jemand anderem erhalten hast.
Das Ziel des Artikels: Die Information!
Warum ist die Ernährung bei Hashimoto so wichtig?
Weil der Darmtrakt und das Immunsystem in direkter Verbindung stehen. Sogar 70 % deines Immunsystems befinden sich im Darm.
Wenn die Darmwand entzündet, durchlässig oder irritiert ist:
- erhöht sich die Autoimmunaktivität,
- verstärkt sich die mit Hashimoto verbundene Entzündung,
- verschlechtert sich die Aufnahme von Schilddrüsenhormonen,
- sinkt die T4 → T3 Umwandlung.
Deshalb fühlst du dich oft so, als ob "die Laborwerte zwar gut sind, aber irgendetwas trotzdem nicht stimmt".
1. Entzündungshemmende Grundlagen – darauf baut alles auf
70 % deiner Ernährung sollten entzündungshemmend sein:
✓ Viel Gemüse (vor allem grünes und buntes)
Sie sind voll mit Antioxidantien, welche die Autoimmunaktivität senken. Die Farben sind wichtig! Jede hat eine andere Wirkung!
✓ Qualitativ hochwertige Proteine
Fisch, Eier, Pute, Hähnchen – sie helfen, den Blutzucker und die Hormone zu stabilisieren.
✓ Omega-3 Fettsäuren
Lachs, Makrele, Forelle, Walnuss – einer der besten "Autoimmun-Beruhiger".
✓ Vollwertige, nicht verarbeitete Lebensmittel
Verarbeitete Lebensmittel fördern die Entzündung und belasten die Leber.
✓ Stabiler Blutzuckerspiegel
Schwankungen verstärken die Östrogendominanz und die Entzündung. Deshalb ist wichtig: Protein in jeder Mahlzeit, und auch der Verzehr von Ballaststoffen hilft!

2. Die Frage des Glutens – muss man es meiden?
Dies ist ein viel diskutiertes Thema, aber sowohl die Forschung als auch die praktische Erfahrung weisen in eine Richtung:
👉 Bei Hashimoto-Patienten verstärkt Gluten oft den Autoimmunprozess. Hierzu gibt es verschiedene Publikationen! Praktisch kann man dies als Tatsache behandeln.
Warum?
- Der wichtigste Faktor: Die Struktur von Gliadin ähnelt den Schilddrüsenzellen,
- Die Darmwand kann durchlässig werden,
- Das Immunsystem kann Gluten mit Schilddrüsenproteinen "verwechseln".
Es muss nicht bei jedem ein lebenslanges, vollständiges Verbot angewendet werden, aber es lohnt sich, eine Glutenpause von 4–6 Wochen auszuprobieren.
Die meisten Frauen berichten von Folgendem:
- Blähungen nehmen ab,
- die Müdigkeit lässt nach,
- der Gehirnnebel (Brain Fog) bessert sich,
- es gibt weniger Entzündungssymptome.
Wer dies einmal erfahren hat, steigt danach nur selten wieder in das Gluten-Karussell ein.
3. Die Rolle von Milchprodukten – nicht immer ein Feind, aber man muss sehr genau darauf achten!
Milchprodukte können aus zwei Gründen Probleme verursachen:
- Kasein → kann eine Reaktion des Immunsystems auslösen,
- Laktse → Blähungen, Verdauungsprobleme.
Erfahrung: Bei Hashimoto verursachen oft die stark verarbeiteten Milchprodukte Symptome (Milch, Käse), während Joghurt, Kefir und griechischer Joghurt oft gut vertragen werden.
Es lohnt sich, die individuelle Toleranz zu beobachten.
4. Zucker und Entzündung – sie gehen leider Hand in Hand
Der Zucker:
- erhöht das Insulin,
- steigert die Entzündung,
- lässt den Blutzucker schwanken,
- verstärkt die Müdigkeit,
- und verschlimmert den Gehirnnebel.
Ein vollständiges Verbot ist nicht nötig, aber es lohnt sich, die 80/20-Regel anzuwenden: 80 % bewusste Ernährung, 20 % Genuss.

5. Mikronährstoffe – ohne sie sinkt die Entzündung nicht
Selen
Einer der wichtigsten Stoffe bei Hashimoto – es senkt den Anti-TPO-Spiegel.
Vitamin D
Ein starker Immunmodulator. Zielwert: 75–100 ng/ml.
Zink
Unterstützt die T4 → T3 Umwandlung.
Magnesium
Hilft bei der Stressbewältigung, beim Schlaf und bei der Reduzierung von Entzündungen.
B-Vitamine
Unterstützen die Funktion des Nervensystems und die Energiegewinnung.
Eisen / Ferritin:
Niedriges Ferritin → Müdigkeit + schwache Schilddrüsenfunktion.
6. Lebensmittel, welche die Hashimoto-Symptome oft verschlechtern
Dies sind keine Verbotslisten, aber viele Frauen reagieren sensibler auf sie:
- Gluten
- Kuhmilch
- Zucker
- Transfette
- verarbeitete Fleischwaren
- in Öl frittierte Speisen
- zu viel Koffein
- Alkohol (besonders Wein – wegen Histaminintoleranz)
7. AIP-Diät: Für wen ist sie geeignet und für wen nicht?
Das AIP (Autoimmun-Protokoll) kann helfen, wenn:
- die Autoantikörper sehr hoch sind,
- starke Verdauungsbeschwerden vorliegen,
- eine weitere Autoimmunerkrankung präsent ist,
- bei Übergewicht ist sie leichter wählbar, da es schwierig ist, die angemessene Kohlenhydratzufuhr zu halten.
Aber wichtig:
Dies ist keine Ernährung für das ganze Leben, sondern eine vorübergehende Eliminationsdiät! Beginne nicht damit ohne die Hilfe eines Fachmanns!
Für die meisten Frauen mit Hashimoto reicht eine entzündungshemmende Basisernährung völlig aus, aber dies gilt nicht als Therapieempfehlung!
Zusammenfassung: Die Ernährung ist eine der stärksten Hilfen bei Hashimoto!
Die richtige Ernährung:
- senkt die Autoimmunaktivität,
- verbessert die Funktion der Hormone,
- hilft bei Müdigkeit,
- unterstützt die Gewichtsabnahme,
- klärt den Geist,
- stärkt die Heilung des Darms und hilft,
- die Schilddrüse zu stabilisieren.
Es geht nicht um Verbote, sondern darum, deinen Körper in ein entzündungshemmendes, unterstützendes Umfeld zu bringen. Wenn du ein Gefühl dafür bekommst, wirst du nicht mehr in Verbotslisten denken!
Bleib nicht allein!
Du musst dich nicht perfekt ernähren. Es gibt nicht die "eine" richtige Ernährung. Aber dein Körper reagiert jeden Tag auf das, was du ihm zuführst. Wenn du Symptome erfährst, betrachte die Ernährung als eine liebevolle Lösung.
Veränderungen sind nicht immer leicht – aber du bist nicht allein. Wenn du Hilfe bei der Gestaltung einer schilddrüsenfreundlichen Ernährung benötigst, wende dich vertrauensvoll an mich.
Wende dich vertrauensvoll an mich – ich bin Edit Milisits, praktizierende Gluteninsensitive, glückliche Mutter nach erfolgreicher IVF und bewusste Genießerin. Als Ernährungsberaterin helfe ich dir, die Wurzel des Problems zu finden und gemeinsam eine Lösung für dich zu erarbeiten.
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