Hashimoto ung Müdigkeit
warum verschwindet die Erschöpfung nicht, wenn die Laborwerte gut sind?
Dies ist eines der häufigsten Probleme von Menschen, die mit Hashimoto leben:
"Aber meine Laborwerte sind doch gut… trotzdem bin ich ständig todmüde."
"Was mache ich falsch? Reicht die Dosis der Schilddrüsenmedikamente vielleicht nicht aus?"
Es ist eines der frustrierendsten Gefühle:
Wenn der TSH-Wert bereits schön eingestellt ist, du die Medikamente nimmst, auf dem Papier alles in Ordnung ist – und du dich trotzdem so fühlst, als hätte jemand das Energieniveau deines Körpers auf 30 % heruntergefahren… oder auf 10 %.
Die gute Nachricht: Das ist keine Einbildung und keine "Hysterie".
Die schlechte Nachricht: Die Müdigkeit hängt oft nicht von der Hormonproduktion deiner Schilddrüse ab, sondern von anderen Prozessen, die hinter Hashimoto stecken. Daher lässt sie sich wahrscheinlich nicht einfach mit Medikamenten lösen, obwohl gute TSH-, T3- und T4-Werte viel helfen werden.
In diesem Artikel zeige ich dir die sechs Hauptgründe, warum die Müdigkeit bei Hashimoto auch dann nicht verschwindet, wenn die Laborwerte schön sind.
1. Die Entzündung selbst verursacht Erschöpfung
Hashimoto ist nicht nur ein Hormonproblem, sondern ein entzündlicher Autoimmunzustand.
Entzündliche Zytokine (IL-6, TNF-α) verlangsamen dich buchstäblich:
- das Nervensystem,
- den Stoffwechsel,
- die Gehirnfunktion,
- die Energiegewinnung (Mitochondrien).
Diese Entzündung verursacht den sogenannten Zustand des "Sickness Behaviour": wenn dein Körper ruhen will, sich regenerieren will – egal, wie viel du schläfst.
Deshalb bist du müde, auch wenn der TSH-Wert in Ordnung ist.
2. Niedriges Ferritin oder versteckter Eisenmangel
Ein Mangel an Ferritin (Eisenspeicher) ist einer der HÄUFIGSTEN Gründe für Müdigkeit bei Hashimoto.
Eisen wird nicht nur für die Blutbildung benötigt, sondern auch für:
- die Aktivierung der Schilddrüsenhormone,
- den Sauerstofftransport,
- die Energiegewinnung.
Bei Hashimoto tritt häufig ein hartnäckiger, widerspenstiger Eisenmangel auf, selbst bei angemessener Ernährung. Zielwert für die Empfängnis und das Energieniveau: 70–100 ng/ml.
Wenn das Ferritin unter 40 liegt, wirst du sicher müde sein.
Wenn es unter 20 liegt, wirst du sehr müde sein.
Wenn es unter 10 liegt – erschöpft.
3. Niedriges Vitamin B12 und Vitamin D – der "doppelte Energiemangel"
Beide Nährstoffe sind kritisch:
Vitamin B12-Mangel
- nervliche Erschöpfung
- Konzentrationsstörungen
- Muskelschwäche
- Gehirnnebel (Brain Fog)
Bei Hashimoto ist eine schwächere Aufnahme häufig (autoimmune Gastritis, verringerte Magensäure).
Vitamin D-Mangel
- Überlastung des Immunsystems
- Zunahme der Entzündung
- Stimmungsschwankungen
- langsamere Regeneration
Optimaler Wert: 90–100 ng/ml.

4. Schlechte T4 → T3 Umwandlung – wenn das Medikament nicht "aktiv" genug ist
Die meisten Frauen mit Hashimoto erhalten eine T4-Hormonsubstitution (Levothyroxin). Der Körper muss dieses in T3 umwandeln, da T3 das aktive Hormon ist, das Energie liefert.
Wenn die Umwandlung nicht gut ist:
- aufgrund von Entzündungen,
- aufgrund von Stress,
- aufgrund von Ferritinmangel,
- aufgrund der Leberfunktion,
- aufgrund von Insulinresistenz,
dann kann es sein, dass der TSH-Wert schön ist und der fT4-Wert schön ist, aber die Zellen dennoch nicht genug T3 erhalten → Müdigkeit, Gehirnnebel (Brain Fog), Muskelschwäche.
Dies nennt man funktionelle Hypothyreose.
5. Erschöpfung der Nebennieren (Belastung der HPA-Achse)
Dies ist kein "modisches" Wort wie "Adrenal Fatigue", sondern ein sehr realer physiologischer Prozess:
- chronische Entzündung
- Stres
- schwankender Blutzucker
- zu viel Koffein
- zu wenig Schlaf
→ all dies zusammen überlastet die HPA-Achse, und das Nervensystem gerät in einen ständigen Bereitschaftszustand.
Dies führt zu dem typischen Hashimoto-Gefühl: "Ich bin völlig überdreht und trotzdem hundemüde."
Das Cortisol ist in solchen Fällen:
- entweder zu hoch,
- oder zu niedrig,
- oder völlig durcheinander.
Jeder dieser Zustände verursacht extreme Müdigkeit.
6. Blutzuckerschwankungen – der heimliche Energieräuber
Bei Hashimoto ist Folgendes häufig:
- Insulinresistenz,
- Heißhunger auf Zucker,
- Müdigkeit nach dem Essen.
Wenn der Blutzucker schwankt, dann alterniert auch das Energieniveau:
- plötzliche Müdigkeitsattacken,
- Zittern,
- Konzentrationsverlust,
- das Gefühl "ich bleibe stehen wie ein Roboter" .
Die Stabilisierung des Blutzuckers ist einer der schnellsten Schritte zur Energiesteigerung.
Warum sagen viele: "Bei mir ist alles in Ordnung, trotzdem bin ich müde"?
Weil die Müdigkeit bei Hashimoto nicht aus einem einzigen Grund resultiert, sondern oft 3–5 Gründe gleichzeitig vorliegen:
- Entzündung
- Mikronährstoffmangel
- schlechte T3-Umwandlung
- Überlastung der HPA-Achse
- Blutzuckerschwankungen
- Schlafstörungen
- Stress
- weibliches hormonelles Ungleichgewicht
Genau deshalb löst sich die Müdigkeit oft nicht allein dadurch, dass der TSH-Wert eingestellt wird.

Was kannst du tun, wenn du immer noch müde bist? (Konkrete Schritte)
1. Überprüfe das Ferritin (nicht nur das Eisen!)
Zielwert für das Energieniveau: 70–100 ng/ml.
2. Miss Vitamin B12 und Vitamin D
Vitamin D sollte mindestens über 75 liegen, ideal sind jedoch etwa 100.
3. Lass auch das fT3 untersuchen
Wenn fT4 höher und fT3 niedriger ist → Konversionsproblem (Umwandlungsstörung).
4. Stabilisiere den Blutzucker
Jede Mahlzeit sollte Protein enthalten.
5. Reduziere die Entzündung durch die Ernährung
Davon handelten der 4. und 5. Blogpost: Gemüse, Omega-3, weniger Zucker, weniger Gluten.
6. Stressmanagement in 10–15 Minuten täglich
Das ist kein "Luxus", sondern eine hormonelle Notwendigkeit. Lerne zu meditieren, du musst einfach nur damit anfangen.
7. Ordnung des Schlafrhythmus
Die Schilddrüse hasst unregelmäßige Schlafenszeiten, Systematik hingegen mag sie.
Zusammenfassung: Die Müdigkeit bei Hashimoto lässt sich nicht allein durch Schilddrüsenpräparate lösen, sie hat hormonelle Ursachen.
Dein Laborwert kann gut sein, dein TSH-Wert schön, deine Medikation eingestellt… und trotzdem bist du erschöpft.
Das ist nicht deine Schuld. Dies liegt in der Natur von Hashimoto: Mehrere Organsysteme ermüden gleichzeitig oder senden Signale.
Die gute Nachricht: Wenn du die 2–3 Gründe findest, die bei dir dominieren, lässt sich die Müdigkeit sehr gut reduzieren – oft schon innerhalb weniger Wochen.
Bleib nicht allein!
Du musst dich nicht perfekt ernähren. Es gibt nicht die "eine" richtige Ernährung. Aber dein Körper reagiert jeden Tag auf das, was du ihm zuführst. Wenn du Symptome erfährst, betrachte die Ernährung als eine liebevolle Lösung.
Veränderungen sind nicht immer leicht – aber du bist nicht allein. Wenn du Hilfe bei der Gestaltung einer schilddrüsenfreundlichen Ernährung benötigst, wende dich vertrauensvoll an mich.
Wende dich vertrauensvoll an mich – ich bin Edit Milisits, praktizierende Gluteninsensitive, glückliche Mutter nach erfolgreicher IVF und bewusste Genießerin. Als Ernährungsberaterin helfe ich dir, die Wurzel des Problems zu finden und gemeinsam eine Lösung für dich zu erarbeiten.
- Folge mir auf meinen Social-Media-Kanälen: facebook instagram
- Buche eine persönliche Beratung.
- Lies meine E-Books.
- Schau dir meine weiteren Dienstleustungen an.
