Hashimoto
Ein kleiner Kennenlern-Abend
😊

Falls du gerade einen Schock bekommen hast, weil du mit dieser furchterregend klingenden Krankheit (benannt nach einem japanischen Arzt) konfrontiert wurdest: Hier sind einige beruhigende Informationen für dich.
Die Hashimoto-Krankheit (oder Hashimoto-Thyreoiditis) ist ein Autoimmunzustand. Das bedeutet, dass das Abwehrsystem des Körpers "durcheinandergerät" und die Schilddrüse – jene kleine Drüse, die den Stoffwechsel reguliert – fälschlicherweise angreift.
Dieser Prozess verläuft langsam, oft unbemerkt und kann mit der Zeit zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen. Die gute Nachricht: Es ist ein gut behandelbarer Zustand, wenn er rechtzeitig erkannt wird.
Was passiert genau bei Hashimoto?
Normalerweise bekämpft das Immunsystem Krankheitserreger. Bei Hashimoto jedoch "interpretiert es die Situation falsch" und identifiziert die Schilddrüsenzellen als fremd. Dadurch werden Antikörper (Autoantikörper) gebildet, es entstehen Entzündungen und die Schilddrüse kann mit der Zeit immer schwerer arbeiten.
Warum greift der Körper die eigene Schilddrüse an?
Die genaue Ursache ist noch nicht geklärt, aber mehrere Faktoren können dazu beitragen:
- Genetische Veranlagung – Wenn Schilddrüsen- oder Autoimmunerkrankungen in der Familie vorkommen, ist das Risiko höher.
- Umwelteinflüsse – Infektionen, Stress, übermäßige Jodzufuhr, Rauchen oder hormonelle Veränderungen (z. B. nach der Geburt).
- Molekulare Mimikry – Die vielleicht interessanteste Erklärung.
Dies bedeutet, dass die Proteine bestimmter Viren oder Bakterien den Proteinen der Schilddrüse täuschend ähnlich sehen. Das Immunsystem "verwechselt" sie und beginnt, neben dem Erreger auch die Schilddrüse anzugreifen.

Welche Proteine werden vom Immunsystem angegriffen?
Am häufigsten werden Antikörper gegen zwei schilddrüsenspezifische Proteine gebildet:
- Thyreoglobulin (Tg)
- Thyreoperoxidase (TPO)
Ähnliche Proteine finden sich beispielsweise im Epstein-Barr-Virus, in Yersinien und einigen Coxsackie-Viren – weshalb die Erkennung des Immunsystems "abrutschen" kann.

Warum ist die Untersuchung auf Hashimoto vor der Babyplanung so wichtig?
Die Funktion der Schilddrüse spielt eine Schlüsselrolle bei der Empfängnis und in der Schwangerschaft. Wenn die Schilddrüse überlastet ist oder eine Unterfunktion vorliegt, können die Empfängnis und die Entwicklung des Fötus erschwert werden.
1. Einfluss auf die Fruchtbarkeit
Schilddrüsenhormone beeinflussen:
- die Regelmäßigkeit des Zyklus,
- den Eisprung (Ovulation),
- die Progesteronproduktion.
Die mit Hashimoto verbundenen Autoantikörper (z. B. Anti-TPO) können leider auch die Chancen auf die Einnistung des Embryos verschlechtern.
2. Erhöhtes Fehlgeburtsrisiko
Untersuchungen zeigen, dass bereits leichte Abweichungen – wie ein hoher Anti-TPO-Wert bei normalem TSH – das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen können.
3. Der Fötus ist auf die Hormone der Mutter angewiesen
Im ersten Drittel der Schwangerschaft ist das Baby vollständig auf die Schilddrüsenhormone der Mutter angewiesen. Diese sind essenziell für die Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems.
4. Behandlung eventuell schon vor der Empfängnis nötig
Viele Frauen haben noch keine Symptome, aber das Labor zeigt bereits Abweichungen (leicht erhöhtes TSH oder positives Anti-TPO). In solchen Fällen empfehlen Endokrinologen oft eine niedrig dosierte Hormonersatztherapie, um das TSH in den für das Baby idealen Bereich zu bringen (< 2,5 mIU/l).
Wann ist eine Untersuchung ratsam?
Eine Schilddrüsen- und Autoimmununtersuchung wird empfohlen, wenn:
- Schilddrüsenprobleme in der Familie bekannt sind,
- der Zyklus unregelmäßig ist,
- Fehlgeburten oder Einnistungsprobleme aufgetreten sind,
- bei über 35-Jährigen nach 6 Monaten, bei unter 35-Jährigen nach 1 Jahr keine Schwangerschaft eingetreten ist,
- Unfruchtbarkeit unbekannter Ursache diagnostiziert wurde.
Zusammenfassend
Hashimoto ist oft still und ohne Symptome präsent, kann aber großen Einfluss auf die Fruchtbarkeit und den Ausgang der Schwangerschaft haben. Eine einfache Blutuntersuchung kann die Abweichung jedoch rechtzeitig aufzeigen und es deinem Körper ermöglichen, sich optimal auf die Ankunft deines Babys vorzubereiten.
Bleib nicht allein!
Du musst dich nicht perfekt ernähren. Es gibt nicht die "eine" richtige Ernährung. Aber dein Körper reagiert jeden Tag auf das, was du ihm zuführst. Wenn du dir ein Baby wünschst, betrachte die Ernährung als eine liebevolle Vorbereitung.
Veränderungen sind nicht immer leicht – aber du bist nicht allein. Wenn du Hilfe bei der Gestaltung einer schilddrüsenfreundlichen Ernährung benötigst, wende dich vertrauensvoll an mich.
Wende dich vertrauensvoll an mich – ich bin Edit Milisits, praktizierende Gluteninsensitive, glückliche Mutter nach erfolgreicher IVF und bewusste Genießerin. Als Ernährungsberaterin helfe ich dir, die Wurzel deiner Probleme zu finden und gemeinsam eine Lösung für dich zu erarbeiten.
- Folge mir auf meinen Social-Media-Kanälen: facebook instagram
- Buche eine persönliche Beratung.
- Lies meine E-Books.
- Schau dir meine weiteren Dienstleistungen an.
