Die 10 häufigsten Symptome, die auf Schilddrüsenprobleme hindeuten

   – und die die meisten Frauen missverstehen

Die Schilddrüse ist eines unserer sensibelsten hormonellen Kontrollzentren. Wenn etwas nicht stimmt, produziert sie oft Symptome, bei denen im ersten Moment niemand an ein Schilddrüsenproblem denkt.

Zudem ist es bei Frauen (besonders zwischen 25 und 45 Jahren) sehr verbreitet, dass die Beschwerden "falsch zugeordnet" werden: Man schiebt sie auf Stress, Müdigkeit, Überlastung oder stuft sie schlicht unter der Kategorie "So ist das Leben eben" ein. Und unbestreitbar ist: Das Leben ist tatsächlich "so"! Es ist schnelllebig und fordernd.

In diesem Artikel habe ich die 10 typischsten Symptome zusammengefasst, hinter denen eine Schilddrüsenunterfunktion, Hashimoto oder andere Schilddrüsenstörungen stecken können – und warum fast jeder sie falsch interpretiert.

1. Erschöpfung, die trotz Ruhepausen nicht verschwindet

Dies ist das häufigste Symptom – dennoch wird es meist auf Stress oder Überlastung zurückgeführt.

Warum kann es ein Schilddrüsenproblem sein?
Ein niedriger Schilddrüsenhormonspiegel verlangsamt den Stoffwechsel und das Nervensystem. Man fühlt sich wie eine "leere Batterie", selbst wenn man 8–10 Stunden schläft. Du hast das Gefühl, dass dir nach dem Mittagessen der Kopf schwer wird, du dich nicht konzentrieren kannst und dein ganzes Gehirn wie vernebelt ist (Brain Fog).

Was viele Frauen missverstehen:
"Ich bin nur müde."
"Ich arbeite viel, ich werde mich später ausruhen."
Doch diese Müdigkeit verschwindet nicht, selbst wenn sonst alles in Ordnung wäre. Diese Erschöpfung hält sogar am Wochenende an!

2. Gewichtszunahme oder Neigung dazu, selbst wenn man kaum isst

Die Schilddrüsenhormone regulieren den Stoffwechsel. Wenn die Funktion nachlässt, schaltet der Körper buchstäblich auf "Sparflamme".

Was oft gesagt wird:
"Das liegt sicher am Alter."
"Mein Stoffwechsel ist einfach langsam."
"Es ist zu viel Stress."

Tatsächlich kann es ein klassisches Symptom der Schilddrüsenunterfunktion sein! Es lohnt sich, die Symptome im Gesamten zu betrachten, aber dies ist ein typisches Anzeichen. Dennoch kenne ich Frauen, die sehr schlank sind und trotzdem unter anderen Symptomen und einer Schilddrüsenunterfunktion leiden. Falls du übergewichtig bist, winke nicht einfach ab nach dem Motto: "Ah, okay, dann liegt es an meiner Unterfunktion und ich kann nichts dagegen tun."


3. Kälteempfindlichkeit – du frierst immer, während anderen warm ist

Wenn die Hormonproduktion sinkt, kann der Körper die ideale Betriebstemperatur nicht halten. Hast du oft kalte Füße? Schläfst du im Winter mit Socken, vielleicht sogar im Sommer?

Typische Sätze:
"Ich bin halt einfach eine Frostbeule."
"Sicher ist mein Kreislauf zu schwach."

Dabei ist dies eines der frühesten Anzeichen der Schilddrüse.

4. Haarausfall, dünner werdendes Haar, Haarbruch

Schilddrüsenhormone versorgen (auch) die Haarfollikel. Wenn zu wenige vorhanden sind:

  • lichtet sich das Haar,
  • bricht es leichter,
  • wächst es langsamer.

Oft wird dies mit Eisenmangel oder Stress verwechselt – dabei ist es bei Hashimoto sehr häufig. Natürlich ist daneben auch der Ferritinspiegel (Eisenspeicher) wichtig!

5. Trockene Haut, langsame Wundheilung, extrem trockene Fersen und Ellenbogen

Die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu binden, nimmt ab, und die Wundheilung verlangsamt sich. Oft wird dies für ein Ekzem oder einfache "Wintertrockenheit" gehalten. Bei vielen Kindern und jungen Erwachsenen ist das erste offensichtliche Anzeichen: Hautprobleme!

6. Unregelmäßiger Zyklus, verstärktes PMS oder Ovulationsprobleme

Die Schilddrüse und die weiblichen Hormone arbeiten eng zusammen.

Bei einer Unterfunktion kommt es häufig zu:

  • verlängerten Zyklen,
  • Unregelmäßigkeiten,
  • stärkerem PMS,
  • ausbleibendem Eisprung.

Dies wird oft als bloße "hormonelle Schwankung" abgetan, dabei liegt die Ursache häufig in der Schilddrüse. Denn eine ausreichende Versorgung mit Schilddrüsenhormonen beeinflusst jeden Hormonspiegel im Körper.

7. Verstopfung, träge Verdauung, Blähungen

Eine verlangsamte Schilddrüse wirkt sich auch auf den Darm aus: Alles wird "langsamer". Frauen denken oft, sie essen zu wenig Ballaststoffe oder seien gegen etwas allergisch – dabei kann es ein schilddrüsenbedingtes Symptom sein.

Ich spreche davon, wenn du seltener als einmal am Tag zur Toilette gehst. Die Ernährung ist hierbei enorm wichtig – darauf kommen wir noch zurück, wenn du bei mir bleibst und meine Inhalte liest oder hörst.

8. Konzentrationsstörungen, Gehirnnebel (Brain Fog)

Typische Sätze:
"Ich stehe völlig neben mir."
"Ich bin so vergesslich geworden."
"Ich kann nicht mehr so klar denken wie früher."

Es äußert sich oft durch einen starren Blick ins Leere und tritt besonders nach dem Mittagessen auf, vor allem nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten. Aber die Vergesslichkeit ist tagtäglich präsent. Du gehst in einen Raum und weißt nicht mehr, warum du eigentlich losgelaufen bist. Das ist keine "einfache Müdigkeit" – bei einem Mangel an Schilddrüsenhormonen verlangsamt sich auch die Gehirnfunktion.

9. Stimmungsschwankungen, Angstzustände oder leichte depressive Verstimmungen

Die Schilddrüsenhormone beeinflussen das Gleichgewicht von Serotonin und Dopamin. Bei einer Unterfunktion fühlen sich viele Frauen:

  • antriebslos,
  • bedrückt,
  • emotional labiler.

Es ist nicht immer psychisch bedingt – sehr oft ist es hormonell! Lass dir nicht einreden, du seist depressiv, wenn du tief im Inneren spürst, dass du es eigentlich nicht bist. Das Spiel unserer Hormone hat massive Auswirkungen auf unsere Stimmung!

10. Extreme Schwäche während der Menstruation oder zu starke Blutungen

Durch die hormonelle Störung kann sich auch die Gebärmutterschleimhaut anders verhalten. Wenn die Menstruation:

  • sehr stark ist,
  • sehr lange dauert,
  • ungewöhnlich schmerzhaft ist,
  • oder dich völlig erschöpft (deinen Körper buchstäblich "abschaltet"), dann lohnt es sich,

die Schilddrüse untersuchen zu lassen.

Wann solltest du ein Schilddrüsenproblem vermuten?

Wenn mindestens 3–4 der oben genannten Symptome auf dich zutreffen, ist es ratsam, ein Blutbild anzufordern:

  • TSH
  • fT4
  • Anti-TPO
  • Anti-Tg
  • (bei Bedarf) FT3
  • Reverse T3

Bei Hashimoto sind oft jahrelang nur die Antikörper erhöht, während der TSH-Wert noch "normal erscheint". Deshalb ist ein vollständiges Schilddrüsen-Panel so wichtig! Wenn du ein Baby planst, ist dies von besonderer Bedeutung.

Fazit: Dein Körper sendet Signale – du musst nur lernen, sie zu verstehen! 

Die Schilddrüse ist ein sehr sensibles Organ. Wenn sie nicht richtig funktioniert, "rutschen" ihre Symptome leicht in andere Kategorien ab. Viele Frauen leben jahrelang damit, ohne die Zusammenhänge zu erkennen.

Die gute Nachricht?
Die Erkenntnis ist der erste Schritt – und wenn du rechtzeitig mit der Untersuchung beginnst, ist alles sehr gut behandelbar!

Je früher, desto besser! 😊 

Bleib nicht allein! 

Du musst dich nicht perfekt ernähren. Es gibt nicht die "eine" richtige Ernährung. Aber dein Körper reagiert jeden Tag auf das, was du ihm zuführst. Wenn du Symptome verspürst, betrachte die Ernährung als eine liebevolle Lösung.

Veränderungen sind nicht immer leicht – aber du bist nicht allein. Wenn du Hilfe bei der Gestaltung einer schilddrüsenfreundlichen Ernährung benötigst, wende dich vertrauensvoll an mich.

Wende dich vertrauensvoll an mich – ich bin Edit Milisits, praktizierende Gluteninsensitive, glückliche Mutter nach erfolgreicher IVF und bewusste Genießerin. Als Ernährungsberaterin helfe ich dir, die Wurzel deiner Probleme zu finden und gemeinsam eine Lösung für dich zu erarbeiten.