Wie fange ich an? 

Glutenintoleranz oder Zöliakie? Was tun bei einem Verdacht?


Viele Menschen leiden unter wiederkehrenden Verdauungsbeschwerden oder allgemeinen Symptomen, hinter denen Gluten stecken könnte. Dabei stellt sich oft die Frage: Könnte ich eine Glutenintoleranz haben? Oder ist es sogar Zöliakie?

Wichtig zu wissen: Eine Selbstdiagnose reicht niemals aus. Probleme im Zusammenhang mit Gluten können in verschiedenen Formen auftreten, und eine korrekte Diagnose kann nur von einem Facharzt gestellt werden. Dieser Beitrag hilft dir dabei, dich bei den ersten Schritten zurechtzufinden.

Was können verdächtige Symptome sein?

  • Wiederkehrende Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung
  • Ständige Müdigkeit, niedriges Energieniveau
  • Eisenmangelanämie, Vitaminmangel
  • Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen ("brain fog")
  • Hautprobleme (Ekzeme, Ausschläge)
  • Gelenkschmerzen
  • Bei Kindern: langsamere Entwicklung, Wachstumsstörungen

Diese Anzeichen allein beweisen noch nicht, dass ein Problem mit Gluten vorliegt. Treten jedoch mehrere Symptome gleichzeitig auf, lohnt es sich, der Ursache auf den Grund zu gehen.

Erste Schritte bei Verdacht auf Glutenintoleranz

  1. Beginne nicht sofort mit einer glutenfreien Diät!
    Wenn du Gluten weglässt, bevor du dich ärztlich untersuchen lässt, können die Tests (z. B. Blutuntersuchung, Histologie) falsch-negative Ergebnisse liefern.
  2. Suche deinen Hausarzt oder einen Gastroenterologen auf!
    Sie können dich für die entsprechenden Bluttests (z. B. Anti-TG2-Antikörper, EMA-Antikörper) überweisen oder bei Bedarf eine Magenspiegelung (Biopsie) veranlassen.
  3. Suche eine Ernährungsberatung auf!
    Es ist ratsam, sich bereits an einen Experten zu wenden, wenn die Diagnose noch nicht gesichert ist – so vermeidest du unnötige und schädliche Diätfehler.





Test: Lohnt es sich, eine Untersuchung machen zu lassen?

(Wichtig: Dies ist keine Diagnose, sondern dient nur zur Orientierung.)

1. Wie oft leidest du unter Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall?

a) Fast nie
b) Einmal im Monat
c) Mehrmals pro Woche

2. Wurde bei dir schon einmal ein Eisenmangel, B12- oder D-Vitaminmangel festgestellt?

a) Nein, nie
b) Einmal, aber die Ursache war unklar
c) Mehrmals, ohne eine eindeutige Erklärung

3. Gibt es in deiner Familie Autoimmunerkrankungen (z. B. Schilddrüse, Typ-1-Diabetes, Zöliakie)?

a) Nein
b) Ja, bei entfernteren Verwandten
c) Ja, bei direkten Familienangehörigen

4. Leidest du häufig unter Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit oder "Brain Fog" (Benebeltsein)?

a) Selten oder nie
b) Manchmal, in stressigen Phasen
c) Regelmäßig, ohne ersichtlichen Grund

5. Falls du Kinder hast: Treten bei ihnen Wachstumsverzögerungen, Appetitlosigkeit oder dauerhafte Verdauungsprobleme auf?

a) Nein
b) Gelegentlich
c) Ja, dauerhaft

6. Wie ist der Zustand deiner Haut?

a) Im Allgemeinen gut
b) Manchmal habe ich Ausschläge, Ekzeme oder Juckreiz
c) Häufige Hautprobleme ohne ersichtliche Ursache

7. Hast du einen dauerhaften, unerklärlichen Gewichtsverlust oder Schwierigkeiten bei der Gewichtszunahme beobachtet?

a) Nein
b) Ein leichtes, vorübergehendes Problem
c) Ja, das besteht schon länger

8. Hast du häufig Gelenk- oder Muskelschmerzen, die du nicht zuordnen kannst?

a) Nein
b) Manchmal, phasenweise
c) Ja, wiederkehrend

9. Verspürst du oft eine dauerhafte Müdigkeit, selbst nach Ruhephasen?

a) Nein
b) Gelegentlich bei Überlastung
c) Ja, das ist ein ständiges Problem

10. Leidest du unter Verstopfung oder einem Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung?

a) Selten
b) Manchmal in Stressphasen
c) Ja, regelmäßig

(Wichtig: Dies ist keine Diagnose, sondern dient nur zur Orientierung.)

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📊 Auswertungstabelle

Gesamtpunktzahl

Bedeutung

Maßnahmen

0–6 Punkte

Niedriges Risiko

Wahrscheinlich ist Gluten nicht die Ursache deiner Beschwerden, aber achte weiterhin auf die Signale deines Körpers.

7–14 Punkte

Mittleres Risiko

Es ist ratsam, deinen Hausarzt aufzusuchen und deine Symptome zu besprechen. Möglicherweise sind weitere Untersuchungen erforderlich.

15–20 Punkte

Hohes Risiko

Eine gastroenterologische Untersuchung wird dringend empfohlen, da die Symptome auf eine Glutenintoleranz oder Zöliakie hindeuten können.

Zusammenfassung

Wenn in dir der Verdacht aufkeimt, dass es ein Problem mit Gluten geben könnte, ist der wichtigste Schritt nicht die Diät, sondern die Untersuchung. Nur eine exakte Diagnose hilft dir dabei, das Problem wirklich richtig zu behandeln und unnötige Einschränkungen zu vermeiden.

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